Sonntag, 3. Juli 2016

#143: Ardbeg Ardbog


  • Brennerei: Ardbeg
  • Fasstyp: Ex-Bourbon Barrels & Manzanilla Sherry Butts
  • Alter: Keine Angabe (NAS)
  • Alkoholstärke: 52,1% ABV
  • Whiskybase: https://www.whiskybase.com/whisky/41713/ardbeg-ardbog 


Ardbog - ein Wortspiel aus Ardbeg und Bog (Sumpf). Der Name suggeriert schon eine tiefe Erdigkeit und Torfrauch. Der Whisky reifte in Ex-Bourbon und Manzanilla Sherry Fässern. Nicht genau bekannt ist, ob es sich dabei um ein Vatting aus beiden Fasstypen (eher unwahrscheinlich) oder ein Finish (eher wahrscheinlich) handelt. Manzanilla ist ein knochentrockener Sherry.


Farbe
Kupfer

Nase
Ausgeprägte Salzigkeit und eine kühlende Kräuternote, wie ein süßer Hustensaft. Der Rauch ist da, aber nicht so dominant wie erwartet. Leder, Tabak und auch Jod. Die Manzanillafässer bringen eine sehr trockene Holzigkeit, die an Walnüsse erinnert, aber auch Brombeermarmelade, Orangenschalen und Nelken mit.

Geschmack
Ein echter Holz-Hammer - hier geben die Fässer den Ton an. Sehr würzig und trocken mit Ingwer, Pfeffer und ungesüßter Lakritze. Dazu jetzt intensiverer Rauch, Asche, Tabak und starker Espresso. Der Alkohol schiebt an, ist aber ingesamt angenehm, geht gut ohne Wasser.

Finish
Recht lang und definitiv weiterhin von den Fässern getrieben. Das ganze Gewürzregal wird ins Feuer geworfen, die Gewürze und das Holz verkohlen langsam und stark rauchend zu Asche. Speck mit Salz- und Pfefferrand, schokolierte Espressobohnen.

Fazit
Ein sehr spannender Whisky! Wohl einer der fasslastigsten Ardbegs, die ich kenne. Hier ist kein Platz für halbe Sachen, zarte Früchte oder so - es geht richtig zur Sache. Gefällt mir gut, jedoch ist das auch nichts für alle Tage. Am meisten glänzt das Destillat von Ardbeg aus meiner Sicht, wenn der Brennereicharakter noch etwas Raum hat. Davon abgesehen mit Sicherheit eine der besten Sonderabfüllungen der letzten Jahre.

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